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Danke.

Früher wünschte ich mir einen Baum.
Einen Baum der tiefe Wurzeln hat. Den nichts umwerfen kann. Der allem stand hält.
Dann bekam ich ihn. Einen Baum mit tiefen Wurzeln. Einen der groß und standhaft war.
Doch dann stürmte es so stark dass er umstürzte.
Dann dachte ich, ein großer Felsen würde allem stand halten. Doch auch dieser wurde irgendwann vom Wasser zerbröckelt.

So ging es immer weiter. Nichts hielt für immer und ich wurde immer und immer wieder enttäuscht.
'wie soll es nur weiter gehen' fragte ich mich selbst 'wenn nichts mir stand hält'
'naja' antwortete mir mein Gewissen 'versuch doch mal zu Leben'
'Leben?'
'Ja. Leben.'

Nach einiger Zeit sah ich drei Türen.

'siehst du?' meinte mein Gewissen 'und jetzt mach was draus'

Vor fünf Jahren öffnete ich die erste Türe und lernte meine erste wirkliche Freundin kennen.
Vor zwei Jahren öffnete ich die zweite Tür und lernte meine erste wirkliche Freundin, nach einer Biegung in meinem Lebensweg, kennen.
Vor einem halben Jahr ging ich durch die dritte Tür und traf die Freundin, die mir zeigte, wie es ist, bedingungslos akzeptiert zu werden.

'und was bedeuten die drei für dich und dein leben' fragt mich mein Gewissen heute
und ich kann antworten 'ich habe einen Ruhepol gefunden, eine die im herzen immer bei mir ist. Ich habe eine Hand, die ich halten kann wann immer ich sie brauche. Und ich habe ein Puzzelteil gefunden das zu mir passt.

Ich hab den Halt gefunden, den mir vorher nichts geben konnte.'

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