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Nimm dir Zeit für deine Freunde. Sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde.

Wenn eine deiner besten Freundinnen seit beinahe 3 Wochen jeden Kontakt meidet. Wenn sie, wenn ihr mal schreibt, sich in immer gleiche Ausreden flüchtet. Wenn sie kurz davor sagte, dass alles scheiße ist. Wenn sie immer wieder sagt, dass es ihr Leid tut wenn sie sich so wenig meldet. Wenn du sie vermisst. Wenn du sie zum reden bräuchtest. Wenn du sie sehen willst. Und du weißt, es geht nicht. Denn wenn du sie anschreibst kommt nur mit viel Glück überhaupt eine Antwort. Du weißt nicht, was du tun sollst. Du sorgst dich um sie. Du schreibst immer wieder auf, was du dir erhoffst, doch schickst es nicht ab. Zerreißt die Briefe, die versuchen auszudrücken, was dir die Situation bringt.


Und noch mehr Fragen stellen sich dir, je länger du darüber nachdenkst. Vielleicht solltest du es einfach akzeptieren. Vielleicht will es dein Schicksal so. Sollst du dich mit vier Jahren Freundschaft zufrieden geben? Ist diese Hilflosigkeit etwas, dass du in diesem, neuen, Lebensabschnitt lernen sollst zu ertragen, zu akzeptieren? Oder sollst du einfach zu ihr fahren? Sie zur rede stellen. Sie in den Arm nehmen. Du willst euch nicht verlieren. Du weißt nicht, was sie will. Du denkst an sie, siehst dir ältere und jüngere Fotos an, siehst die Pinguine. Dir steigen die Tränen in die Augen. Die Tränen sind da, doch du kannst nicht weinen.


Kämpfen?
Akzeptieren?
Warten?
Schreiben?
Hoffen?
Reden?

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Ich rede, du hörst zu. Du redest, ich höre zu. Wir reden, du hältst mich. Wir reden, ich halte dich. Du bist da. Ich bin da. Echte Freundschaft.

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Brausepulver

Es ist Samstagmorgen, 06:54 Uhr, die Sonne geht gerade auf und ein paar Vogel(damen?) tauschen vor meinem Fenster den neuesten Klatsch und Tratsch aus. Ich liege im Bett, noch irgendwo zwischen Traum und Wirklichkeit und lausche dem Schauspiel. Irgendwann fangen die Kirchenglocken von Gegenüber an zu läuten - nanu, das tun die doch sonst immer erst um acht - und bringen mich ein bisschen weiter hinein in die Wirklichkeit. Ich beginne zu lächeln, denn ich genieße die Helligkeit, die noch nicht störend ist, sondern ein echtes, literarisches Wachkitzeln durch die ersten Sonnenstrahlen. Schon in ein paar Wochen wird das anders sein - denn wenn die Sonne früher aufgeht, dann fallen um diese Zeit keine sanften Lichtstrahlen durch die Zimmer, sondern da ist die Ecke, in der das Bett steht, hell erleuchtet. Eine volle Woche liegt hinter mir. Eine Woche voller Lärm, Kinderlachen und ihrer Tränen. Eine Woche Skepsis und fröhliches Augenglitzern und noch so vieles mehr. Eben eine Woche voller ...