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Gedanken des Seins

Schluss! Aus! Vorbei!
Lebensabschnitt FSJ beendet!

Glauben kann ich es noch nicht wirklich.
Will es auch nicht.
Doch es ist Tatsache.
Es ist Realität geworden.

Der Tag, vor dem ich fliehen wollte, bei dem ich hoffte, er würde nicht eintreten, wenn ich nur die kindliche Überzeugung beibehielt... Der Tag kam unweigerlich näher. Und dann, ganz plötzlich klopfte er an und trat unaufgefordert in mein Leben. Der letzte Schultag. Schiff-Tränen-Farben-Akkordeon-Käse-Umzug-Lachen-Winken-Warten-Hitze-Blau-Schiff-Freundschaft-Schmerz-Leben-Ende. Die Erinnerungen an den letzten Tag sind anders. Kein Film. Fotos. Polaroid Bilder.

Fragen. Jetzt. Danach. 

Wen werde ich wieder sehen? Zu wem wird der Kontakt bestehen bleiben? Wie wird die Zukunft? Welche Kontakte werden, trotz der neuen Entfernung, bestehen? Neue Leute werden in mein Leben treten, das ist sicher,aber wer wird das sein? So viele Fragen. Und doch sind momentan die einzig wirklich wichtigen Sachen "du musst den Wisch zur Immatrikulation zusammenkriegen" und "morgen darfst du nicht verschlafen, du musst arbeiten" und "die Katze schafft es wirklich immer auf den Pfoten zu landen"

DAS IST DOCH DER WAHNSINN!

Das Leben ist irgendwo einfach eine Anhäufung von unglaublichen Kuriositäten. Eine Aneinanderreihung von rückblickenden Nichtigkeiten. Ein Sammelsurium diverser Momente in der mancher jetzt alles und übermorgen nix bedeutet. Ein Fotoalbum mit herausgerissenen leeren vollen bunt schwarzweißen Seiten
LEBEN.ZUKUNFTANGSTHOFFNUNGFREUNDSCHAFTVERWIRRUNGFAHRRADNEUANFANGERLEBNISEINSAMKEITKATZENFARBENSEIFENBLASENUNDDERGANZEREST.LEBEN

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Ich rede, du hörst zu. Du redest, ich höre zu. Wir reden, du hältst mich. Wir reden, ich halte dich. Du bist da. Ich bin da. Echte Freundschaft.

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Brausepulver

Es ist Samstagmorgen, 06:54 Uhr, die Sonne geht gerade auf und ein paar Vogel(damen?) tauschen vor meinem Fenster den neuesten Klatsch und Tratsch aus. Ich liege im Bett, noch irgendwo zwischen Traum und Wirklichkeit und lausche dem Schauspiel. Irgendwann fangen die Kirchenglocken von Gegenüber an zu läuten - nanu, das tun die doch sonst immer erst um acht - und bringen mich ein bisschen weiter hinein in die Wirklichkeit. Ich beginne zu lächeln, denn ich genieße die Helligkeit, die noch nicht störend ist, sondern ein echtes, literarisches Wachkitzeln durch die ersten Sonnenstrahlen. Schon in ein paar Wochen wird das anders sein - denn wenn die Sonne früher aufgeht, dann fallen um diese Zeit keine sanften Lichtstrahlen durch die Zimmer, sondern da ist die Ecke, in der das Bett steht, hell erleuchtet. Eine volle Woche liegt hinter mir. Eine Woche voller Lärm, Kinderlachen und ihrer Tränen. Eine Woche Skepsis und fröhliches Augenglitzern und noch so vieles mehr. Eben eine Woche voller ...