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30 Tage Schreiben

Eine meiner Lieblingszeitschriften- nein, eigentlich ist es meine aktuelle Lieblingszeitschrift- hat in jeder Ausgabe "Papierbeilagen". Dies können ein kleiner Kalender, Buchaufkleber, DIY Anleitungen sein. Ich sammle diese Beilagen. Denke mir "irgendwann nutzt du das", "irgendwann brauchst du das". Heute ist es soweit.
Ich habe mich an das Beilagenheftchen "30 Tage Schreiben" erinnert. Habe es herausgekramt. Habe angefangen, es auszufüllen. Will dies hier festhalten.

Tag 1

Was hast du heute getan, und was wirst du heute noch tun?

Der Tag ist noch jung, es ist noch nicht mal völlig hell- wobei es das wohl auch nicht mehr wird. An einem solchen grauen Frühsommertag. Ich habe heute schon aufgeräumt und streuselige Glücklichkeit gefrühstückt. Vor mir liegt ein atemberaubender Tag, einer, der Farbe ins grau bringt. Gleich kommt eine Kommilitonin zum Mathe machen. Das ist noch nicht sonderlich "wow". Aber dann werde ich in ein neues kleines Café in meiner Straße gehen und nach einem Job fragen. [Das schiebe ich schon seit in paar Tagen vor mir her. Bisher war ich zu schüchtern.] Danach geht es zu S. zum Eis essen. Selbstgemachtes Eis. Und dann kommt L. Darauf freue ich mich, wie ein kleines Mädchen. Ich glaube, wir werden uns ehrlich glücklich in den Armen liegen! Und reden. Reden, bis uns die Augen zufallen und darüber hinaus.

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Stimme zeigen

Ich rede, du hörst zu. Du redest, ich höre zu. Wir reden, du hältst mich. Wir reden, ich halte dich. Du bist da. Ich bin da. Echte Freundschaft.

Mein momentanes Leben in Bildern

Brausepulver

Es ist Samstagmorgen, 06:54 Uhr, die Sonne geht gerade auf und ein paar Vogel(damen?) tauschen vor meinem Fenster den neuesten Klatsch und Tratsch aus. Ich liege im Bett, noch irgendwo zwischen Traum und Wirklichkeit und lausche dem Schauspiel. Irgendwann fangen die Kirchenglocken von Gegenüber an zu läuten - nanu, das tun die doch sonst immer erst um acht - und bringen mich ein bisschen weiter hinein in die Wirklichkeit. Ich beginne zu lächeln, denn ich genieße die Helligkeit, die noch nicht störend ist, sondern ein echtes, literarisches Wachkitzeln durch die ersten Sonnenstrahlen. Schon in ein paar Wochen wird das anders sein - denn wenn die Sonne früher aufgeht, dann fallen um diese Zeit keine sanften Lichtstrahlen durch die Zimmer, sondern da ist die Ecke, in der das Bett steht, hell erleuchtet. Eine volle Woche liegt hinter mir. Eine Woche voller Lärm, Kinderlachen und ihrer Tränen. Eine Woche Skepsis und fröhliches Augenglitzern und noch so vieles mehr. Eben eine Woche voller ...