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Micht weckte kein Sonnenstrahl

Der Nordseewind
pfeift in mein Ohren,
streift mir ins Gesicht,
schafft Unordnung in meinen Haaren
und platz in meinem Kopf.
Die Gedanken treiben in dem Blick
hinaus aufs Wasser, raus aufs Meer.
Bringen mich weit weg von hier
und doch ganz nah.
zu mir
zu dir
zu uns
zur Welt
zu Gott
zur Politik
zu Liebe
zu Hass
zu Unverständnis
zu Verständnis
zu Vertrauen
zu Worten
und Gedanken.
Schließlich sind die Gedanken frei,
schon seit jeher.
Du weißt das
ich weiß das
alle wissen das.
Das und noch so vieles mehr.
Keiner kann sagen, er hat ja nichts gewusst,
keiner hat eine Begründung für all das,
was wir ja täglichstündlichminütlichsekündlich imer eigentlich wahrnehmen, verarbeiten, aushalten, versuchen zu verstehen, nicht verstehen können, wollen, sollen. Was uns kaputt macht und stark macht. Was uns zusammenbringt und auseinander reißt.
Gedanken, Gefühle Werte, Normen, Richtlinien, Konventionen, Dasmachtmannicht's, Themen, Tabus, Ängste, Hoffnungen und alles was dazu noch passt.
Rede darüber. Redet darüber. Hab keine scheu zu scheitern oder komisch zu sein. Du bist nicht komisch, nicht immer jedenfalls. In vielerlei Hinsicht ist es die Welt, mit all ihrem Leben, die komisch ist.
Ich wasche nun das Salz aus den Haaren, den Wind aus den Gedanken, doch behalte manches tief in mir. Und anstatt zu schreiben- oder zusätzlich zumindest ganz bestimmt- rede ich.

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