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Der Herbst in mir

Es gibt Tage, an denen läuft irgendwie alles verkehrtherum. Oder einfach komisch. Den ganzen Tag war ich müde und lätschig. Könnte essen ohne Pause- kann mich auch nicht wirklich beherrschen, ebendies nicht zu tun. Habe keine Lust zu gar nix- bin dementsprechend produktiv. Meine Nachmittagsbeschäftigung fiel buchstäblich in die Wüste und jetzt ist halb elf und ich bin irgendwie das erste Mal heute wach. Relativ wach zumindest.

Also frage ich mich gerade, was mich so umtreibt... Das mit dem Essen ist ein monatliches Ding, das ist nicht schwer zu erklären.
Aber was macht meinem Kopf so voll und gleichzeitig irgendwie so leer, dass alles in allem nix rein und nix raus kommt und alles irgendwie verquer ist...
Eigentlich läuft mein Leben grade echt gut. Uni funktioniert gut, ich tue nicht so viel wie ich tun könnte, aber dennoch genug. Freundschaften wachsen und Hobbies verfestigen sich. Auch der Kontakt zu den "alten" Leuten bleibt bestehen und schöne Momente reihen sich aneinander.

Doch irgendwas fühlt sich falsch an. Es ist nichts, das präsent ist. Es ist nichts offensichtliches. Ein leichter, kühler Wind, der um mein Herz weht.

Zum Abschluss dieses, kurzen, Posts noch ein Gedicht vom guten alten Rilke:

Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,als welkten in den Himmeln ferne Gärten;sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erdeaus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallenunendlich sanft in seinen Händen hält.

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Stimme zeigen

Ich rede, du hörst zu. Du redest, ich höre zu. Wir reden, du hältst mich. Wir reden, ich halte dich. Du bist da. Ich bin da. Echte Freundschaft.

2014- Neues Jahr, neues... ?

Und schon ist das neue Jahr beinah eine Woche alt. 2014. Das Jahr, in dem sich so viel für mich ändern wird. Abitur. FSJ. Neue Freunde. Die alten nicht verlieren. Das letzte mal ein Alter mit 1 vorne dran. Die Ferien waren toll. Bisher. Jetzt heißt es lernen und Bewerbungen schreiben. Noch 5 Klausuren dieses Halbjahr. Zwei davon in Abiturfächern. Die Zukunft steht beinahe vor meiner Tür. In einem halben Jahr ist sie da. Dann heißt es, ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Eingeleitet wird sie von einem hoffentlich unvergesslichen Urlaub mit meinen beiden besten Freundinnen quer durch Deutschland. Freu ich mich auf dieses Jahr? Ja. Hab ich Angst davor? Ja. Bin ich bereit? Ja.

Cut. and. go.

Der Lebensabschnitt Schule ist geschafft. Gestern bekamen wir unsere Abiturzeugnisse und hatten den Abiball. Ein wunderschöner Tag. Dennoch verbrachte ich gerade den Abend mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Denn in dieser Konstellation, die wir die letzten Jahre hatten, in der wir uns kennen- und lieben lernten, werden wir ab jetzt immer seltener zusammentreffen. Jede geht ihren Weg. Jede lebt ihr Leben. Und wie oft sich unsere Wege kreuzen werden, das entscheidet das Schicksal für mich. Und morgen geht es ab in den Urlaub. Mit meinen beiden besten Freundinnen. Ja ihr lest richtig. Wir sind zu dritt.Zwei Wochen, drei Frauen, vier Städte. Ja, es wird viele Herausforderungen geben. Wir müssen reden. Jede muss sich so viel zurück nehmen, dass es für die anderen ok ist, aber muss so deutlich da bleiben, dass sie nicht untergeht. Das wird unglaublich schwer werden. Es wird Zickereien geben. Aber ich hoffe so sehr, dass wir am Ende der beiden Wochen auf zwei wunderschöne Ur...