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Aus Gänseblümchen wird Kreidemädchen

Die Sache mit dem Schreiben ist schon etwas Komisches. Ich tue es so unglaublich gerne und auch ziemlich häufig, aber irgendwie wandelt sich die Form.
Klar, außer Stift und Papier oder Tastatur und virtuelles Papier verwende ich noch nichts Neues, auch schreibe ich weiterhin eigentlich ausschließlich auf Deutsch, aber die Form hat sich geändert.

Früher. Briefe schreibe ich schon seit langem, aber beinah ausschließlich an Leute, die ich nur über das Papier kenne. Das tut gut. Es sind Menschen, die mich nicht beurteilen, denen ich ein neues Bild von mir vermitteln kann. Außerdem liebe ich meinen Blog, ich brauche ihn und pflege ihn. Schreibe regelmäßig, mindestens einmal pro Woche. Mit den Leuten jenseits des Papiers habe ich auch immer geschrieben. Zettelchen in der Schule, auf facebook und später in diversen Messenegern. Schreiben ist wichtig.

Heute. Briefe schreiben ist wichtiger, denn je. Jedoch beinahe ausschließlich mit Menschen, die mir nahe stehen- teilweise so nahe, dass ich ihnen die Seiten in die Hand drücken kann. Ich schreibe auch so manche Zeile, die außer mir keiner zu Gesicht bekommt- vielleicht manches auch nie jemand sehen wird. Und ich blogge nach wie vor. Doch besonders dabei hat sich einiges verändert. Die Wichtigkeit der einzelnen Lebenspunkte hat sich verändert, dieser Blog hier hat eindeutig an Wichtigkeit verloren. Dafür hat sich das Leben hochgearbeitet, die Freunde, das Lernen, das Erforschen, das Kennenlernen und das Verstehen. Mein Schreiben hier wird weniger, ja ich spiele manchmal sogar mit dem Gedanken, aufzuhören. Aufzuhören oder vielleicht zu pausieren. Den Blog online lassen, aber ihn einfach so lassen wie er ist… Aufzuhören, an einem Punkt, der Anfang heißt. Wann das sein wird? Wir werden sehen.

Das Kreidemädchen wird schon nicht von der Bildfläche verschwinden, nicht immer und nie ganz.

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Stimme zeigen

Ich rede, du hörst zu. Du redest, ich höre zu. Wir reden, du hältst mich. Wir reden, ich halte dich. Du bist da. Ich bin da. Echte Freundschaft.

2014- Neues Jahr, neues... ?

Und schon ist das neue Jahr beinah eine Woche alt. 2014. Das Jahr, in dem sich so viel für mich ändern wird. Abitur. FSJ. Neue Freunde. Die alten nicht verlieren. Das letzte mal ein Alter mit 1 vorne dran. Die Ferien waren toll. Bisher. Jetzt heißt es lernen und Bewerbungen schreiben. Noch 5 Klausuren dieses Halbjahr. Zwei davon in Abiturfächern. Die Zukunft steht beinahe vor meiner Tür. In einem halben Jahr ist sie da. Dann heißt es, ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Eingeleitet wird sie von einem hoffentlich unvergesslichen Urlaub mit meinen beiden besten Freundinnen quer durch Deutschland. Freu ich mich auf dieses Jahr? Ja. Hab ich Angst davor? Ja. Bin ich bereit? Ja.

Cut. and. go.

Der Lebensabschnitt Schule ist geschafft. Gestern bekamen wir unsere Abiturzeugnisse und hatten den Abiball. Ein wunderschöner Tag. Dennoch verbrachte ich gerade den Abend mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Denn in dieser Konstellation, die wir die letzten Jahre hatten, in der wir uns kennen- und lieben lernten, werden wir ab jetzt immer seltener zusammentreffen. Jede geht ihren Weg. Jede lebt ihr Leben. Und wie oft sich unsere Wege kreuzen werden, das entscheidet das Schicksal für mich. Und morgen geht es ab in den Urlaub. Mit meinen beiden besten Freundinnen. Ja ihr lest richtig. Wir sind zu dritt.Zwei Wochen, drei Frauen, vier Städte. Ja, es wird viele Herausforderungen geben. Wir müssen reden. Jede muss sich so viel zurück nehmen, dass es für die anderen ok ist, aber muss so deutlich da bleiben, dass sie nicht untergeht. Das wird unglaublich schwer werden. Es wird Zickereien geben. Aber ich hoffe so sehr, dass wir am Ende der beiden Wochen auf zwei wunderschöne Ur...