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Über die Seltsamheit der Zeit habe ich schon öfter geschrieben. Doch auch heute soll dies mein Ausgangsthema sein. 
Der hinter mir liegende Tag hat mich darauf nämlich wieder einmal aufmerksam gemacht. Er beginnt mit Fleiß und Motivation, ich putze endlich mal wieder. Dann eile ich zum Bahnhof, um eine gute Freundin zu verabschieden und sie nochmal zu sehen, bevor uns vier Wochen lang drei- bis fünfhundert Kilometer trennen. Allein das Zeitgefühl in dieser Freundschaft ist grob verzerrt,denn obwohl wir uns gerade ein gutes Jahr kennen, also über zwanzig Jahre unserer Leben getrennt verlebten, ist es diese junge Frau, die so viel mehr über mich weiß, als jeder andere. Es ist diese junge Frau, der ich so sehr vertraue, dass ich mich nicht mal wirklich vor ihr verstellen möchte. 
Doch weiter im Text, weiter im Tag. Danach fuhr ich, alleine, zu IKEA und hatte einen so angenehmen IKEA Besuch, wie schon lange nicht. War es auf dem Hinweg noch trüb und grau, so schien auf dem Rückweg die Sonne, den ganzen Tag über. Ich war sogar glücklich, dass ich noch eine  Weile auf den Bus warten musste! Dann schlenderte ich nachhause, wich den faschingsfreudigen Menschenmassen aus und fand Zuhause einen Dinobrief im Briefkasten. Die Sonne schien auf den Balkon und hatte frühlingswarme Kraft in sich, sodass ich im Pulli auf dem Balkon sitzend den Brief beantworten konnte. nach einer kleinen Weile Zuhause beschloss ich, nochmal in die Stadt zu gehen, einfach ein wenig Schaufensterbummeln. Menschen betrachten und Eindrücke sammeln. Ein paar Erledigungen machen. Mit meiner Schwester telefonieren. Bis zum Sonnenuntergang blieb ich in der Stadt.
Wieder Zuhause habe ich erst einmal gekocht und gegessen, meine Hausarbeit fertig gemacht und einen weiteren Brief, in den hohen Norden, verfasst. Auch habe ich endlich mal wieder meine Farben ausgepackt und ein wenig gemalt. Irgendwann habe ich mir dann eine Wärmflasche gemacht und bin ins Bett umgezogen, um zu schreiben. Jetzt liege ich hier, knabbere einen Nikolaus und schreibe. Schreibe über die Zeit und über den vergangenen Tag. Ein Tag in den, wie in so viele der letzten Woche, so viel Zeit hineinpasste.
Denn noch wenige Wochen zuvor schien es, als hätten die Tage eher fünf als vierundzwanzig Stunden. Bett, Schreibtisch, Esstisch, Schreibtisch, Bett. Ein Großteil der vergangenen Wochen ist mir überwiegend so in Erinnerung.

Diese beiden Beispiele zeigen doch wiedereinmal, dass Zeit etwas höchst seltsames ist... Besser gesagt, die Wahrnehmung durch uns. Warum ist das so und wie nimmst du die Zeit wahr? Denk nach..


Zeit. Zeit. Zeit. Zeit. Zeit. Zeit. Zeit.Zeit. Zeit.

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