Direkt zum Hauptbereich

farbiges grau

Es besteht seit eh und je ein gewaltiger Unterschied, ob man freiwillig noch vor Sonnenaufgang aufsteht oder ob man es muss. Mein Wecker klingelte kurz nachdem ich aufgewacht bin. In absoluter Dunkelheit- es hätte auch vier Uhr morgens sein können.
So langsam wandelt sich das schwarz von draußen in grau. Nicht nur ein grau, sondern viele verschiedene grau Töne- ja beinahe schon bunt. Aber nur beinahe.
Und immer wieder kommt es vor, dass es innen und draußen gar nicht so unähnlich ist.

Schwarz war der gestrige Abend. Schwarz von Streit, mangelnder -nein- fehlgeschlagener Kommunikation, gegenseitigem Unverständnis. Schwarzglitzernd von ehrlichen und tieftraurigen Tränen auf beiden Seiten. Worte fehlen und die, die da sind, verwandeln sich auf dem Weg durch die Stadt und bewirken viel zu oft das Gegenteil von dem, wozu sie ausgesandt sind. Mit schwarzem Nebel füllen sich die fünf Kilometer Straßen zwischen uns, ein Nebel, der scheinbar nichts durchlässt und sich festsetzt.

Doch urplötzlich verändert sich etwas. Man sieht nicht sofort, was es ist. Aber dann, nach ein paar Augenblicken und restschwarzen Momenten begreife ich es. Es wird grau. Um mich herum und in mir drin verschwindet das Schwarze und aus unbekannter Quelle tröpfelt Licht hinein und mildert all das ab, was Seele, Kopf und Körper so schwer macht. Die Wortveränderungen werden kleiner, immer mehr von ihnen schaffen den Weg von mir zu dir und von dir zu mir genauso, wie sie sein sollten. 

Machen den Weg frei für die Farben, die das Herz wärmen und uns wieder zum lächeln bringen. Wie ein neuer morgen, an dem zum ersten Mal seit langem die Sonne wieder aufgeht  und die Welt in ihr ganz eigenes Licht taucht. So als würde sie dir zurufen "tut mir leid, dass ich so stachelig war!". Die langsam auftauchende Sonne ist wohl nicht ohne Grund ein Hoffnungsbild.

















Beliebte Posts aus diesem Blog

Jetzt ist es also soweit:  Ich ziehe aus. Freiheit . Angst . Hoffnung . Vermissen . Neuanfang . Freundschaft . Tränen. Liebe . Glück . Freizeit . Arbeit . Träume . Geld . Leben . Selbstständigkeit . Veränderung . 

Es ist vorbei.

Es ist vorbei . Ich hab mein Abitur .  Mit dem Schnitt von 2,1 bin ich auch ziemlich zufrieden .  All das, was ich in den letzten dreizehn Jahren durchgemacht habe, was ich erlebt habe, was ich verdrängt habe, was ich gerne  wieder erleben würde...  All das hat sich gelohnt .  Denn es war erfolgreich .  Und- zumindest die letzten 4 Jahre - waren echt toll ! So viele schöne Erlebnisse und Erinnerungen .  Neue, tolle Freunde . Freunde, von denen ich jetzt ein paar verlieren werde, weil sich unsere Leben nicht mehr kreuzen werden.  Freunde , von denen ich viele behalten werde, weil sie einfach in mein Leben gehören.  Freunde, die ich nie mehr her geben werde, weil ich mir ein Leben ohne sie absolut nicht vorstellen kann. Wie gehts jetzt weiter? Drei Monate frei. FSJ . Und dann? Ich hab keine Ahnung, aber ich denk mal, das klappt schon alles irgendwie.  Ja, im Moment bin ich optimistisch .  Ich krieg das ...

denn so jung komm` mer nemme zsamme!

ich wache auf weil die sonne mich an der nase kitzelt . dabei ist es erst halb acht. ich frage mich was sich mein körper dabei denkt jetzt wo er doch einmal so richtig ausschlafen könnte und gestern sogar auf einem konzert war also eigentlich müde sein müsste auch so nach der woche die hinter mir liegt. aber nein die sonne kitzelt mich an der nase und die vögel draußen vor dem fenster übertönen die vorbeifahrenden autos. jetzt sitze ich hier halb liegend im bett denke nach über all das was war was sein wird was ist was sein könnte was hoffentlich passiert und wundere mich wie es die sonne schafft tagtäglich oder zumindest beinah auf dieses weltgeschenen hinunterblickt und als stummer beobachter dabei bleibt. was hat sie wohl schon alles gesehen in ihren langen jahren die sie da oben am himmel wacht? viel schlechtes wohl doch auch tagtäglich gutes und schönes denn sind es nicht irgendwie die kleinen momente und bunten punkte im ...