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Virtuelles Papier

Manchmal reicht ein Kaffee, um sich selbst zu finden.

Ich.

Über meiner Tasse.
Das Handy in der Hand.
Schreibend.
Mangels Papier.

Um mich herum Menschen.

Paare.
Freundinnen.
Frisch Verliebte.
Lerngruppen.
Familien.
Alte Freunde.

Alle reden. Plappern. Quatschen. Ratschen.  Schnacken. Teilen. Nähe. Distanz. Vertrautheit. Fermdheit. Den Tisch glücklicherweise und leider zwischen den Menschen. Essen vor ihnen oder auch die Tasse, in der man sich verstecken kann.

Vor mir mein Kaffee.
Ich verstecke mich nicht darin.
Ich sitze ganz offen und schaue in die Runde.
Lausche den Gesprächen und blicke forschend in die Runde.

Meine Gedanken flattern weg. Musik im Kopf. Vorfreude. Genuss. Ruhe im Chaos. Ganz bei mir. Ganz ich. Ganz hier.

Ein Schmunzeln liegt auf meinen Lippen. In meinem Kopf leere Seiten, die sich der Zukunft zuwenden. Ich bin da. Es ist gut. Es wird gut werden.

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