Direkt zum Hauptbereich

Verstaubte Schätze

Manchmal kommt es mir vor, als wären wir Menschen alte Häuser.

Diese großen, aus Holz, wie sie in so vielen amerikanischen Filmen auftauchen.

Nein, nicht die neuen, in denen die glücklichen Familien leben oder gar gerade erst einziehen. Ich denke an die, die keiner haben möchte. In denen vielleicht noch eine einsame alte Dame lebt. In denen so vieles liegt, das in Vergessenheit geraten ist. Solange bis doch jemand auftaucht und sich dafür interessiert.

Jemand, der nach und nach den Staub von all den Kisten und Kästen und Krügen und Tassen und Bildern und Büchern pustet, nur um zu sehen, was sich unter der trüben Schicht verbirgt. Jemand, der das nicht nur in der Stube macht, die man ja schließlich als erstes sieht und betritt, sondern jemand, der sich nach und nach durch das ganze Haus kämpft. Der liebevoll mit all den Dingen umgeht, die ihm in den einzelnen Räumen begegnen. Dinge, die ihre eigenen Geschichten erzählen.
Einer, der sich schon bald sicher in dem Haus bewegt, als wäre er dort aufgewachsen. Der das Haus mit Leben erfüllt und Licht in all die dunklen Ecken bringt. Der die Fenster putzt, ein paar Blumen und Kerzen besorgt, der die Glühbirnen wechselt und die Teppiche ausschüttelt. Einer der kommt um zu leben.

Und dann, wenn er das Haus schon eine Weile kennt, sich auskennt, sich wohlfühlt und scheinbar alle Ecken und Enden kennt, genau dann wird er die Lockere Diele im Boden eines Raumes entdecken oder bemerkt aus Zufall die abnehmbare Fliese im Badezimmer. Hebt den Deckel langsam ab, hustet vielleicht vom Staub der Jahre und wirft schließlich ein bisschen Licht auf längst Vergessenes.

Doch was wird er damit in Gang bringen?

Beliebte Posts aus diesem Blog

Stimme zeigen

Ich rede, du hörst zu. Du redest, ich höre zu. Wir reden, du hältst mich. Wir reden, ich halte dich. Du bist da. Ich bin da. Echte Freundschaft.

2014- Neues Jahr, neues... ?

Und schon ist das neue Jahr beinah eine Woche alt. 2014. Das Jahr, in dem sich so viel für mich ändern wird. Abitur. FSJ. Neue Freunde. Die alten nicht verlieren. Das letzte mal ein Alter mit 1 vorne dran. Die Ferien waren toll. Bisher. Jetzt heißt es lernen und Bewerbungen schreiben. Noch 5 Klausuren dieses Halbjahr. Zwei davon in Abiturfächern. Die Zukunft steht beinahe vor meiner Tür. In einem halben Jahr ist sie da. Dann heißt es, ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Eingeleitet wird sie von einem hoffentlich unvergesslichen Urlaub mit meinen beiden besten Freundinnen quer durch Deutschland. Freu ich mich auf dieses Jahr? Ja. Hab ich Angst davor? Ja. Bin ich bereit? Ja.

Cut. and. go.

Der Lebensabschnitt Schule ist geschafft. Gestern bekamen wir unsere Abiturzeugnisse und hatten den Abiball. Ein wunderschöner Tag. Dennoch verbrachte ich gerade den Abend mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Denn in dieser Konstellation, die wir die letzten Jahre hatten, in der wir uns kennen- und lieben lernten, werden wir ab jetzt immer seltener zusammentreffen. Jede geht ihren Weg. Jede lebt ihr Leben. Und wie oft sich unsere Wege kreuzen werden, das entscheidet das Schicksal für mich. Und morgen geht es ab in den Urlaub. Mit meinen beiden besten Freundinnen. Ja ihr lest richtig. Wir sind zu dritt.Zwei Wochen, drei Frauen, vier Städte. Ja, es wird viele Herausforderungen geben. Wir müssen reden. Jede muss sich so viel zurück nehmen, dass es für die anderen ok ist, aber muss so deutlich da bleiben, dass sie nicht untergeht. Das wird unglaublich schwer werden. Es wird Zickereien geben. Aber ich hoffe so sehr, dass wir am Ende der beiden Wochen auf zwei wunderschöne Ur...